Wir Menschen sind Weltmeister im Verdrängen belastender Gedanken. Warum machen wir das? Grob gesagt, weil wir in der Gemeinschaft funktionieren müssen und wollen. Deshalb schieben wir störende Gefühle und Gedanken beiseite und überdecken sie mit irgendeiner Beschäftigung.

Vielen von uns ist das überhaupt nicht bewusst. Es scheint ja auch ganz gut zu funktionieren. Bis dann eines Tages doch die Seele oder der Körper unmissverständlich signalisiert, dass man sich mit den verdrängten Problemen auseinander setzen muss.

Wie das gelingen kann, erfährst du, wenn du hier weiter liest.

10 Anzeichen dafür, dass du betroffen sein könntest

Falls du feststellst, dass einige oder sogar alle 10 Anzeichen auf dich zutreffen, zählst du höchst wahrscheinlich zu denjenigen Menschen, die das Verdrängen bedrohlicher emotionaler Probleme als Schutzstrategie anwenden.

1   Du fühlst dich schnell angegriffen. Ein falsches Wort oder ein falscher Tonfall fühlt sich für dich vernichtend an. Du gehst sofort in den Abwehrmodus.
Du bist sehr nah am Wasser gebaut und musst beim kleinsten emotionalen Stupser weinen.
3   Du fühlst dich hoffnungslos. Die Welt ist nur noch grau. Alle anderen Farben sind aus deinem Leben gewichen. Es gibt auch keine Aussicht auf Besserung.
Du denkst, dass du absolut wertlos bist. Alles was du tust, sagst, denkst oder wollen könntest hast keinen Wert. Du fühlst dich ohnmächtig.
Du ärgerst dich schnell über Dinge, die andere tun. Deine Reizschwelle ist sehr niedrig auch in Bezug auf deine Umgebung.

Du leidest unter Schlafstörungen. Du kannst schlecht einschlafen oder wachst mitten in der Nacht auf. Ein permanentes Gedankenkarussell hält dich wach. Tagsüber fühlst du dich müde und ausgelaugt.

Du hast das Interesse an Sachen verloren, die du sonst immer gern gemacht hast.

Du bist nur noch auf Autopilot und vegetierst so vor dich hin, ohne dich richtig lebendig zu fühlen.

9   Du kannst Leerlauf nicht aushalten und brauchst ständig eine Beschäftigung, die dich vom Nachdenken fernhält.

 

10  Du hast das Gefühl, dass dich irgendetwas im Hintergrund bedroht, dass da etwas lauert und auf seine Chance wartet, dich zu überwältigen.

Welche Gründe gibt es für das Verdrängen belastender Gedanken und Gefühle?

Jeder von uns hat sie schon erlebt – eine unangenehme Situation, die dich gedanklich nicht mehr loslässt. Deine Gedanken kreisten nur noch um diese eine Sache. Du konntest dich auf nichts mehr richtig konzentrieren, weil das Karussell in deinem Kopf immer wieder die eine Situation umwälzte.

Möglicherweise konntest du in dieser Zeit auch nur sehr schlecht schlafen. Du hast diesen Zustand sicherlich als sehr belastend empfunden.

Meist löst sich das Gedankenkarussell nach kurzer Zeit aber wieder auf und du fühlst dich besser und kannst deinen normalen Alltagsangelegenheiten nachgehen.

Dann hast du die Sache bewältigt und einen Schlusspunkt gesetzt. So weit so gut.

Es gibt aber auch Situationen, die sich nicht nach ein paar Tagen von selbst auflösen. Das sind belastende Gedanken, die dich eben nicht nach einer Weile wieder loslassen. Jedes Mal, wenn du daran denkst, fühlst du dich zurückversetzt zu dem Zeitpunkt, an dem du sie erlebt hast.

Du bist wieder mitten drin in dieser Szene. Sie ziehen dich emotional runter, machen dich wütend und zornig. Du fühlst dich ohnmächtig und hilflos.

Ich denke, du weißt, wovon ich spreche.

Das willst du nicht in die Außenwelt tragen. Du willst nicht schwach und verletzlich dastehen. Diese belastenden Gedanken würden dir zu viel Energie entziehen, als dass du dein Image, welches du nach außen zeigst, aufrechterhalten könntest.

Außerdem hast du genug andere Sachen zu tun. Du hast Verpflichtungen und Verantwortungen, denen du gerecht werden musst. Deine Energie ist begrenzt, sodass du entweder dein normales Leben weiter leben oder dich mit der belastenden Situation auseinander setzen kannst. Beides zusammen geht für dich momentan nicht.

Du entscheidest dich also bewusst oder unbewusst für das Verdrängen deiner belastenden Gedanken, damit sie dich nicht dauernd vereinnahmen. Das scheint der einfachste Weg zu sein.

Wie funktioniert das mit dem Verdrängen?

Du schaltest nun dein Gehirn auf Ausweichkanäle um. Es beschäftigt sich mit allem anderen, nur nicht mit den belastenden Gedanken.

Du kannst dir das so vorstellen, als wenn ein Wächter an einer Weiche steht und die Strecke zum Gehirn für die belastenden Gedanken versperrt. Er lässt nur andere Gedanken an das Gehirn durch. Die Gedanken an das belastende Ereignis werden umgeleitet in eine geheime Lagerhalle, deren Tür von außen verschlossen wird. Dort sind sie eingesperrt, damit sie dein normales Leben nicht behindern.

Um deinem Gehirn jetzt keine Möglichkeit zu geben, die Gedanken in der geheimen Lagerhalle wahrzunehmen, musst du es mit irgendeiner Aktivität davon abhalten. Das machst du, damit es keine Zeit zum Nachdenken bekommt. Denn wenn du immer schön zu tun hast, fragt dein Gehirn nicht nach den belastenden Gedanken in der Lagerhalle.

Das Hintergrundrauschen deiner Probleme wird durch die vielen Ablenkungsmanöver für dein Gehirn erstmal uninteressant.

Verdrängen - Altes Lagerhaus

Trigger – Angriffe aus dem Hinterhalt

Falls du einmal in eine ähnliche Situation kommst wie damals, bei diesem belastenden Erlebnis, musst du natürlich diese ähnlichen Umstände zusätzlich unterdrücken. Sie würden sonst deine Erinnerung an die belastenden Gedanken ins Bewusstsein zurückholen.

So etwas nennt man Trigger. Trigger sind Auslöser für ein bestimmtes Verhalten, Gedanken oder Emotionen. Das können ähnliche Umstände wie beim Ursprungsereignis sein. Dazu gehören zum Bespiel auch Gerüche, Geräusche, Orte, Abläufe.

Wenn also etwas wieder genauso oder so ähnlich von dir wahrgenommen wird, wie es während des belastenden Ereignisses vorkam, dann kann die Erinnerung an dieses verdrängte Ereignis plötzlich wieder ins Bewusstsein gelangen.

Genau das willst du aber nicht. Du wolltest dieses Ereignis aus deinem Gedächtnis streichen, weil es ja so belastend und unangenehm war.

Einerseits wirst du nun versuchen, diese Situationen zu vermeiden, andererseits wirst du dich beim Auftauchen dieser Trigger unwohl fühlen. Du spürst, dass sich etwas Unheilvolles anbahnt. Dein Gehirn ist kurz davor, sich zu erinnern.

Du wirst dich nun noch mehr in deine verdrängenden Aktivitäten flüchten. Denn du willst dieses Unwohlsein unbedingt wieder loswerden. Du willst dich um keinen Preis erinnern. Du lenkst deine Aufmerksamkeit beharrlich in eine andere Richtung.

Das alles klappt meistens ziemlich gut. Und keiner merkt, dass da im Untergrund Probleme warten, die du noch verarbeiten musst.

Soweit ist alles im grünen Bereich. Dir geht es gut.

Was passiert mit den verdrängten Gedanken im Untergrund?

Deine verdrängten und in der geheimen Lagerhalle eingesperrten belastenden Gedanken können eine lange Zeit über von dir unter Verschluss gehalten werden.

Du lenkst dich zum Beispiel ab, indem du dich

  in die Arbeit stürzt,
  vom Fernseher berieseln lässt,
  Computer-Spiele spielst,
  irgendwelche Dinge kaufst,
  dich für andere aufreibst, 
–  immer irgendwas zu tun haben musst etc.

Du betäubst deinen Geist mit Alkohol, Drogen oder auch Tabletten. Du kannst eigentlich alles machen, was dich davon abhält, dich mit diesen belastenden Gedanken zu befassen. Für die Aufrechterhaltung unseres normalen Lebens ist das Verdrängen an sich ein effektives Mittel.

Das Problem dabei ist jedoch, dass hier nach einiger Zeit ein Gewöhnungseffekt eintritt. Dann reichen deine Anstrengungen nicht mehr aus, dann musst du dir mehr Mühe geben:

  mehr arbeiten,
  noch mehr kaufen,
  mehr Computer-Spiele spielen,
  dich noch mehr für andere engagieren etc.

Du brauchst mehr von Alkohol, von Drogen oder von Tabletten.

Das sind alles Auswirkungen deiner Sucht, die belastenden Gedanken zu verdrängen. Hier ist es genauso wie mit allen anderen Arten von Sucht. Die Dosis muss immer wieder erhöht werden, damit man eine ausreichende Wirkung spüren kann.

Wenn das Kartenhaus in sich zusammen fällt

Nach einer gewissen Zeit jedoch übersteigen deine Maßnahmen zum Verdrängen deine Kraft. Es wird dir alles zu viel, dir gehen die Mittel aus, du fühlst dich schwach. Die Drogen vergiften dich nach und nach und rauben dir jegliche Kraft.

Und irgendwann kannst du dann dein gewohntes Leben nicht mehr so weiterführen. Dann bist du an einem Punkt angekommen, wo Körper und Seele anfangen zu streiken, dann wirst du einfach krank.

Die einen bekommen vielleicht Burnout, die anderen Depressionen. Wieder ein anderer landet in der Entzugsklinik oder schafft es nicht mal mehr bis dahin. Auch Suizidgedanken kommen vor.

Die verdrängten belastenden Gedanken in der geheimen Lagerhalle revoltieren und drängen ins Bewusstsein. Es brodelt unter der Oberfläche. Du hast ihnen jetzt nichts mehr entgegen zu setzen, denn du bist so geschwächt, dass dein Wächter sie nicht mehr länger daran hindern kann.

Jetzt wird es höchste Zeit zu handeln. Dein Leidensdruck ist enorm groß. Noch längeres Verdrängen macht alles nur noch schlimmer.

Vielen gibt erst eine Krise die nötige Kraft und Motivation, ihr Leben zu ändern, schädliche Verhaltensweisen aufzugeben und sich mit ihren Problemen auseinander zu setzen.

Aus der Krise herausfinden

Das, was du jahrelang mit dir herumgeschleppt hast, dieser riesengroße Batzen, den du versteckt gehalten hast, der fällt dir jetzt auf die Füße und verursacht höllische Schmerzen.

Die Schmerzen sind primär seelischer Natur und schlagen sich sekundär im Körper nieder. Du musst jetzt dringend etwas tun, du musst dich nun endlich mit deinen belastenden Gedanken auseinander setzen und versuchen, alles aufzuarbeiten.

Wenn du dich jetzt nicht mit deinen Problemen auseinander setzt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du untergehst. Es besteht hier die Gefahr, dass du aus deinem bisherigen Leben heraus katapultiert wirst und den Boden unter den Füßen verlierst.

Dann kann es sein, dass dein Leben ruiniert ist. Viele finden von da aus nicht wieder in ein normales Leben zurück. Das Verdrängen deiner belastenden Gedanken und Gefühle war eine Zeit lang eine gute Schutzstrategie, doch wenn sie dein Leben zerstört, schützt sie dich nicht mehr.

Deshalb musst du jetzt – und nicht später – unbedingt aus deinem Dilemma heraus kommen.

 

Miaphilosophia - Glücklich leben

Strategien, mit denen du arbeiten kannst

1   In ärztliche Behandlung begeben

Grundsätzlich ist der Gang zum Arzt immer angezeigt, wenn die Wogen über dir zusammen brechen und du nicht mehr ein noch aus weißt. Je eher du diesen Schritt gehst, umso besser. Eine erste Option kann das Gespräch mit deinem Hausarzt sein. Er wird dich danach an einen Facharzt überweisen oder an einen geschulten Therapeuten, der sich auf diesem Gebiet auskennt. Dieser wird mit dir das Thema aufarbeiten und dir aus deiner Krise heraushelfen.

 

 

Daneben gibt es auch Strategien und Methoden, die du immer anwenden kannst, egal ob es dir gut oder schlecht geht. Einige bekannte und bewährte habe ich hier für dich zusammengestellt.

Wenn du mehr über sie erfahren möchtest, klicke einfach auf den entsprechenden Abschnitt.

 

2   Meditation

Meditation ist eine sehr effektive Entspannungsmethode und ein hervorragendes Mentaltraining. Regelmäßiges Meditieren kann positive Veränderungen in allen Lebensbereichen herbeiführen. Das Meditieren ist ganz einfach zu erlernen. Es ist weder teuer noch zeitaufwändig.

 

3   Achtsamkeitsübungen

Achtsamkeitsübungen sind die kleinen Schwestern der Meditation. Ihr Ziel ist die Schulung der Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu sein. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf Dinge oder Abläufe des jeweiligen Augenblicks, zum Beispiel auf den Atem. Dadurch wird man in der Gegenwart geerdet. Du fühlst dich sofort befreit von deinem Ego und jeglichem Ballast. Achtsamkeitsübungen sind ebenfalls einfach zu erlernen und können praktisch überall durchgeführt werden.

 

4   Mentale Bilder

Die Mentalen Bilder sind eine wirksame Methode, bei der du dir einen erwünschten Zustand in allen Einzelheiten so ausmalst, als wenn du ihn schon erreicht hättest. Du nimmst die Erfüllung deines Wunsches mit allen deinen Sinnen in deiner Vorstellung wahr und ziehst ihn durch häufige Wiederholungen in deine Realität hinein.

 

5   Affirmationen

Als Affirmationen werden positive und bejahende Aussagen mit Bezug zu uns selbst bezeichnet. Sie sollen durch häufige Wiederholungen unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen entsprechend umprogrammieren.

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Die Gesundheit von Körper und Seele ist eng miteinander verknüpft. Seelische Leiden können sich als Krankheiten im Körper niederschlagen. Körperliche Erkrankungen haben umgekehrt oft auch Auswirkungen auf das seelische Wohlbefinden.

Deshalb können Methoden wie Meditation, Achtsamkeit, Mentale Bilder und Affirmationen über den Weg der Gedanken und Worte deine Seele erreichen und auch mit deinem Körper wechselwirken.

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