Menschen mit einem gesunden Selbstbewusstsein meistern ihr Leben souverän und selbstbestimmt. Sie haben eine starke Wirkung auf andere und beeindruckten durch ihr sicheres Auftreten. Auf der anderen Seite kennen sie aber auch ihre Grenzen und wissen, was sie nicht können. Sie sind mit sich im Reinen, soll heißen, sie nehmen sich mit all ihren Stärken und Schwächen an.

Es gibt einige Menschen, die von Natur aus ein gesundes Selbstbewusstsein besitzen. Für alle anderen gilt, keine Sorge, man kann sich Selbstbewusstsein auch planvoll antrainieren. Den Weg dahin erfährst du, wenn du hier weiter liest.

Was ist Selbstbewusstsein?

Selbstbewusstsein, also sich seiner selbst bewusst sein, bedeutet, dass du dich selbst kennst. Das hört sich vielleicht im ersten Moment komisch an. Damit ist aber gemeint, dass du genau weißt, wer du bist, was du fühlst, was du kannst und was nicht, welches deine Stärken und deine Schwächen sind.

Aus deiner Umwelt heraus bekommst du zu deiner Person ebenfalls Rückmeldungen. Also wenn du mit anderen Menschen Kontakt hast, signalisieren sie dir, wie du als Person bei ihnen ankommst.

Unsere Selbstwahrnehmung und das Feedback aus unserer Umwelt formen nach und nach unser Selbstbild. Sie zeichnen ein ganz individuelles Bild von uns, was wir dann als Wahrheit akzeptieren.

Das bin ich.

Aber stimmt das denn auch? Nehme ich mich selbst richtig wahr? Und spiegeln uns andere Menschen wirklich so wider, wie wir sind? Oder spielen da auch andere Faktoren eine Rolle? Wenn wir immer das richtige Bild von uns hätten, würden wir uns nicht so oft über- oder unterschätzen. Deshalb werden wir uns einmal ansehen, was Selbstbewusstsein ist und wie wir unser Selbstbewusstsein stärken können.

Wie du hier unten sehen kannst, setzt sich unser Selbstbewusstsein aus mehreren Bausteinen zusammen.

Bausteine deines Selbstbewusstseins

Selbsterkenntnis – Ich weiß, wer ich bin.
Selbstakzeptanz – Ich akzeptiere mich, so wie ich bin.
Selbstannahme – Ich nehme mich an mit meinen Stärken und meinen Schwächen.
Selbstliebe – Ich liebe mich selbst.
Selbstwirksamkeit – Ich kann selbst etwas bewirken.
Selbstsicherheit – Ich schaffe das, was ich mir vornehme.
Selbstglaube – Ich glaube an mich und meine Fähigkeiten.
Selbstkontrolle – Ich habe mich im Griff.
Selbstverantwortung – Ich bin für mein Leben selbst verantwortlich.
Selbstachtung – Ich respektiere mich selbst.

Alle diese Bausteine stehen in Beziehung zueinander und beeinflussen sich gegenseitig. Das bedeutet, dass es für ein starkes Selbstbewusstsein nicht ausreicht, wenn nur ein oder zwei Bausteine gefestigt sind. Auf der anderen Seite ist die Wichtigkeit der Bausteine von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich – je nach Lebenssituation. Für jeden von uns muss aber das Gesamtpaket stimmen.

Gehen wir die einzelnen Bausteine einmal durch und schauen uns an, wie wir unser Selbstbewusstsein Schritt für Schritt stärken können.

Selbsterkenntnis - Selbstbewusstsein stärken

Selbsterkenntnis

Wer bin ich? Und wer bin ich wirklich? Kenne ich mich gut genug? Bin ich immer der/die Selbe oder passe ich mich den jeweiligen Erwartungen anderer an? Das sind interessante Fragen, über die es sich wirklich lohnt nachzudenken und die Antworten darauf herauszufinden.

Name, Geburtsdatum, Wohnort, Beruf und Familienverhältnisse – das sind alles Daten, die natürlich jeder von sich kennt. Dadurch definieren wir uns auch sehr stark. Diese Eckpunkte machen schon einen großen Teil von uns aus.

Die vielen Facetten unserer Persönlichkeit gehören ebenso zu uns und geben uns eine weitere ganz individuelle Note. Welches sind meine Stärken, welches meine Schwächen. Wie reagiere ich in bestimmten Situationen. Welches Temperament habe ich. Was sind meine Vorlieben und was kann ich überhaupt nicht ab.

Zur Selbsterkenntnis gelangen wir nun durch Selbstbeobachtung und Selbstreflektion. Also du beobachtest dich in den verschiedenen Lebenssituationen und denkst darüber nach, was du wahrgenommen hast. Was hast du gedacht, wie hast du reagiert und warum. So bekommst du ein Bild von dir, das sich im Laufe deines Lebens immer weiter verfeinert und dynamisch anpasst.

Übung für mehr Selbsterkenntnis

Wie schätzt du dich als Mensch selbst ein? Wo sind deine Stärken und wo liegen deine Schwächen? Beantworte dazu den folgenden kleinen Fragebogen so gut du kannst. Sollten Fragen dabei sein, auf die du heute noch keine Antwort weißt, dann schreibe erstmal „Weiß ich nicht genau“ hin. Mit diesen Themen kannst du dich dann nochmal besonders auseinandersetzen.

Persönliche Eigenschaften

  • Was muntert dich auf, wenn du betrübt bist?
  • Wofür begeisterst du dich am meisten in deinem Leben?
  • Welche Fähigkeiten hast du im letzten Jahr dazu gelernt?
  • Bei welchen Gedanken und Situationen musst du beglückt lächeln?
  • Wofür bist du am meisten dankbar?
  • Wo und mit wem fühlst du dich am wohlsten?
  • Was findest du an dir am besten?
  • Was findest du an dir am schlimmsten?
  • Was sind für dich die drei wichtigsten Zutaten für dein Glück?
  • Wann fühlst du dich am lebendigsten? Kannst du diese Momente öfters in dein Leben bringen?
  • Bei welcher Tätigkeit/Hobby gehst du völlig auf und wie fühlt es sich an, im Flow zu sein?
  • Fällt es dir schwer, andere um Hilfe zu bitten?
  • Triffst du Entscheidungen eher allein oder suchst eher du den Rat anderer?
  • Fällt es dir leicht Entscheidungen zu treffen oder tust du dich schwer damit?

Einstellung

  • Ist dein Glas immer halbvoll oder halbleer? Wie beeinflusst diese Einstellung dein Leben?
  • Was ist für dich schlimmer, etwas nicht probiert zu haben oder dabei zu versagen?

Werte

  • Was sind deine 5 wichtigsten Werte? z. B. Freiheit, Status Sicherheit, Familie Gesundheit, Partnerschaft
  • Wenn du die Zeit zurückdrehen könntest, was würdest du ungeschehen machen?
  • Welche Chance hast du dir entgehen lassen und bedauerst es jetzt?
  • Was war die größte Enttäuschung in deinem Leben? Bist du darüber hinweg, wenn nein, warum nicht?
  • Welche Entscheidung möchtest du am liebsten nicht treffen müssen. Was fällt dir an dieser Entscheidung so schwer?
  • Gibt es eine Lebensweisheit oder ein Zitat, das dich inspiriert? Welches und warum?

Temperament

  • Bist du im Leben eher gelassen und lässt dich nicht so leicht aus der Ruhe bringen? Oder bist du schnell gestresst und hektisch?
  • Sprichst du Probleme gleich an, wenn sie entstehen oder frisst du alles so lange in dich hinein, bis es aus dir herausplatzt?
  • Kannst du dich überschwänglich über etwas freuen oder spielt sich deine Freude eher innerlich ab und du zeigst nach außen wenig Regung?

Intro- oder Extrovertiertheit

  • Fühlst du dich wohler, wenn du allein bist oder wenn du dich in Gesellschaft befindest?
  • Trägst du dein Herz auf der Zunge oder behältst du deine Gefühle lieber für dich?
  • Wenn du mit anderen Menschen zusammen bist, baut dich das eher auf oder laugt dich das eher aus?

Beziehungen

  • Wer ist für dich der wichtigste Mensch in deinem Leben?
  • Welche(n) Menschen würdest du gern besser kennenlernen?
  • Gibt es Menschen, die du eher meidest, und warum?
  • Gibt es Menschen, von denen du dich angezogen fühlst, und warum?

Arbeit

  • Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit und was am wenigsten?
  • Würdest du dich nochmal für deinen jetzigen Beruf/deine jetzige Tätigkeit entscheiden?
  • Was wäre für dich der ideale Beruf/die ideale Tätigkeit, mit der du am liebsten deinen Lebensunterhalt verdienen würdest.

Ziele

  • Was ist dein ganz großes Lebensziel und wie willst du es erreichen?
  • Wenn du dir etwas vorgenommen hast, bleibst du dann hartnäckig am Ball, bis du dein Ziel erreicht hast, oder brichst du öfters unterwegs ab und warum?

Selbstakzeptanz/Selbstannahme

Kann ich mich so akzeptieren wie ich bin, mit meinen ganzen Stärken und Schwächen? Oder bin ich unzufrieden mit mir selbst? Hasse ich mich vielleicht sogar, weil ich denke, dass ich nicht perfekt bin?

Da kann ich dir hier ein kleines Geheimnis verraten: Niemand ist perfekt. Und – was für den einen perfekt erscheint, ist es für den anderen überhaupt nicht. Hier ist Perfektion einfach nur relativ. Sie ist abhängig vom Betrachter und auch von der jeweiligen gesellschaftlichen Norm.

Wer sich selbst so akzeptieren und annehmen kann, wie er/sie ist, lebt viel entspannter. Hier kann man sich selbst viel Druck rausnehmen und seine Energie in andere Bahnen lenken.

Selbstliebe - Selbstbewusstsein stärken
Übung für mehr Selbstakzeptanz

Wichtig: Niemand ist perfekt, wirklich niemand UND Perfektion ist relativ. Was für den einen perfekt ist, muss es für einen anderen überhaupt nicht sein. ALSO Entspann dich.

Kenne dich selbst. Wie denke ich über mich?

  • Notiere dir stichpunktartig, was du an dir magst und was du an dir ablehnst.
  • Beobachte dich im Alltag und mach dir bewusst, in welchen Situationen du mit dir zufrieden bist und wann du dich kritisierst. Vervollständige damit nach und nach deine Liste.

Sei gut zu dir und übe Nachsicht mit dir selbst.

  • Lächle dich im Spiegel an, wenn du hineinschaust.
  • Achte auf das Gute an dir und lobe dich dafür.
  • Jedes Mal, wenn du an eine deiner Schwächen denkst, erkenne sie als einen Teil von dir an. Verurteile dich nicht dafür. Sage dir: Ja, du gehörst zu mir, du bist ein Teil von mir selbst. Und ich nehme mich so an wie ich bin, voll und ganz.

Den inneren Kritiker stoppen

Immer, wenn du dich selbst für eine deiner Schwächen kritisierst, halte inne und gönn dir diese kleine Achtsamkeitsübung:

  • Atme ein paarmal tief ein und wieder aus.
  • Konzentriere dich dabei ganz auf deine Atmung.
  • Spüre dem Luftstrom beim Einatmen nach, wie er deine Lungenflügel füllt und sich deine Bauchdecke dabei anhebt.
  • Lass den Atem nun langsam wieder entweichen und konzentriere dich darauf, wie sich deine Bauchdecke wieder senkt und die Luft aus deinen Lungenflügeln entweicht.
  • Gib dir beim Atmen positive Energie, indem du zu dir sagst: „Ich bin okay, alles ist gut.“

Selbstliebe

Sei gut zu dir selbst, sorge für dich und geh liebevoll mit dir um. Erfülle dir deine Bedürfnisse auf körperlicher und geistiger Ebene. Das alles gehört zur Selbstliebe dazu. Um dich selbst zu lieben, musst du nicht perfekt sein. Du musst keine hochgesteckten Bedingungen erfüllen. Liebe den Menschen, der du in deiner Gesamtheit bist, denn du bist einzigartig.

Jeder möchte geliebt werden. Sich selbst zu mögen und zu lieben ist die Voraussetzung dafür, dass dich auch andere lieben können. Wenn du dich selbst liebenswert findest, strahlst du diese Haltung auch anderen Menschen gegenüber aus. Du zeigst Ihnen damit, dass du dir etwas wert bist, dass du auf dich achtest und gut zu dir bist.

Das, was du ausstrahlst, ziehst du auch automatisch wieder an. Du wirst Menschen in dein Leben ziehen, die dich achten, mögen und lieben.

  • Zeige dir, dass du dich liebst.
  • Denke gut über sich.
  • Tu dir Gutes.
  • Sei nachsichtig mit dir.

Lies zum Thema Selbstliebe auch gern meinen Artikel: Wahre Selbstliebe – Die Nummer 1 für dein Glück

Übung für mehr Selbstliebe

Betrachte dich jeden Morgen im Spiegel und schenke dir ein Lächeln. Blicke dich liebevoll an und sende dir liebevolle Gedanken. Sage zum Beispiel:

Guten Morgen, schön dass es mich gibt.
Ich liebe mich aus ganzem Herzen.
Ich bin mir wichtig. Ich achte auf mich.
Heute tue ich mir etwas Gutes. Ich werde ……………….

 

Selbstwirksamkeit

Hab Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Sei dir sicher, dass du selbst etwas bewirken kannst. Glaube an dich.

Der beste Weg, an sich selbst zu glauben: Verschaff dir Erfolgserlebnisse. Fang mit einfachen Aufgaben an und trau dich nach und nach an schwierigere heran. Auch wenn dir dabei nicht immer alles auf Anhieb gelingt, wäre es falsch, nach einem gescheiterten Versuch den Kopf dauerhaft in den Sand zu stecken. Sammle möglichst viele eigene Erfahrungen. Sie geben dir Sicherheit und Routine bei der Bewältigung von Herausforderungen und erhöhen deine Kompetenzen.

Such dir Vorbilder und beobachte, wie diese Menschen erfolgreich mit Situationen umgehen. Du musst ja das Fahrrad nicht immer wieder neu erfinden. Für viele Herausforderungen gibt es schon die passenden Lösungen. Schau sie dir ab und passe sie dir an.

Hast du Bammel, neue Situationen zu meistern, dann such dir Menschen, die dich unterstützen und ermutigen.

Die richtige innere Einstellung, steigert deine Erfolgsaussichten enorm. Eigne dir daher Glaubenssätze an wie:

 

  • Ich schaffe das.
  • Ich bin in allem, was ich tue erfolgreich.
  • Ich entscheide mich dafür, erfolgreich zu sein.
  • Ich glaube an mich und meine Fähigkeiten.
Selbstwirksamkeit - Selbstbewusstsein stärken
Übung für mehr Selbstwirksamkeit

Verschaffe dir jeden Tag Erfolgserlebnisse.

Du musst dir kein besonderes Ziel gesteckt haben, um Erfolgserlebnisse zu verbuchen. Achte einfach jeden Tag darauf, was du so machst und hake jede gemeisterte Situation als Erfolg ab.

Also zum Beispiel du stehst morgens auf, machst dich fertig und erscheinst pünktlich bei der Arbeit -> hake das als Erfolg ab.
Du hast ein Haustier und kümmerst dich jeden Tag gut darum -> das ist auch ein Erfolg.
Du machst für deine Kinder die Schulbrote, hilfst ihnen, gut in den Tag zu kommen -> ebenfalls ein Erfolg.

Und so weiter und so weiter. Du wirst merken, wenn du darauf achtest, was du

Selbstsicherheit

Du weißt, dass du Herausforderungen jeder Art meistern kannst. Du bist davon überzeugt, das zu schaffen, was du dir vorgenommen hast. Deine Meinung von dir selbst ist überaus positiv. Du siehst dich als Mensch mit Fähigkeiten, Stärken und Vorzügen. Diese Einstellung strahlst du auch nach außen hin aus. Dein Auftreten ist sicher, bestimmt und überzeugend.

Andere nehmen dich als mit beiden Beinen im Leben stehend wahr, als starke und kompetente Person.

Selbstsicherheit entwickelt sich meist durch viele gemachte Erfahrungen und die gedankliche Auseinandersetzung damit. Auch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe kann deine Selbstsicherheit fördern, wenn sich die eigenen Werte und Vorstellungen in der Gruppe wiederfinden lassen.

Selbstsichere Menschen gehen gelassener mit Lebenssituationen um als Menschen mit ständigen Selbstzweifeln. Sie benötigen außerdem seltener fremde Hilfe bei der Aufgabenbewältigung. Auch trauen sich selbstsichere Menschen mehr zu.

 

Übung für mehr Selbstsicherheit

Überschreite deine Grenzen. Erledige Aufgaben, auch wenn sie dir unangenehm sind. Sammle Erfahrungen damit.

Zum Beispiel, es fällt dir schwer, Leute anzusprechen und um Hilfe zu bitten. Oder du hast Angst zu telefonieren, um Termine für irgendwas zu vereinbaren. Dann hast du wahrscheinlich Angst vor den Reaktionen fremder Menschen und fühlst dich unsicher. Eine Übung für mehr Selbstsicherheit könnte dann so aussehen.

Du gehst in verschiedene Einkaufsläden, sprichst dort jemanden vom Personal an und lässt dir Produkte zeigen, stellst Fragen, wo sich bestimmte Waren im Laden befinden, fragst nach bestimmten Eigenschaften der Produkte, lässt sie dir erklären und so weiter.

So übst du das Ansprechen fremder Personen und das Bitten um Hilfe. Mit der Zeit wird es dir nicht mehr schwer fallen, denn du hast eine Menge Erfahrung damit gesammelt. Diese Erfahrungen lassen dich entspannter mit solchen Situationen umgehen und geben dir Selbstsicherheit.

Selbstglaube

Du glaubst an dich und deine Fähigkeiten. Glaube daran, dass dir deine Vorhaben gelingen werden. Damit hältst du den Schlüssel für Erfolg in der Hand. Der Glaube an sich selbst setzt eine positive Erwartungshaltung in Gang. Damit steigen deine Chancen enorm, dass du das Ergebnis erzielst, was du erwartest.

Selbstglaube gibt dir innere Sicherheit und lässt dich selbstsicher auftreten und handeln. Er bereitet dir den Weg, deine Ziele zu erreichen und Herausforderungen anzugehen und zu meistern.

Selbstglaube - Selbstbewusstsein stärken
Übung für mehr Selbstglaube

Diese Affirmationen helfen dir, mehr an dich selbst zu glauben.

Ich glaube an mich und meine Fähigkeiten.
Ich bin stark und selbstbewusst.
Alles was ich mir vornehme, gelingt mir auch.
Ich habe die Fähigkeiten, alles zu erreichen, was ich will.
Ich schaffe das.

 

Selbstkontrolle

„Selbstkontrolle bezeichnet die willentliche innere Kontrolle der eigenen Handlungen. Wissenschaftlich wird Selbstkontrolle in der Psychologie als die Fähigkeit bezeichnet, kurzfristigen Versuchungen zu widerstehen, Belohnungen aufzuschieben und unerwünschte Gewohnheiten zu unterdrücken, um das eigene Verhalten in Einklang mit langfristigen Zielen oder übergeordneten Normen und Werten zu bringen.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstkontrolle

Selbstkontrolle bedeutet also, sich im Griff zu haben und nicht jedem Impuls sofort nachzugeben. Es ist die Fähigkeit, Handlungen, Emotionen und auch Aufmerksamkeit zu lenken. Damit sind wir in der Lage, unser eigenes Verhalten auf die Erreichung von Zielen auszurichten und anzupassen. Wir können also unsere momentanen Bedürfnisse zugunsten höherer Zielen zurückstellen.

Also wenn du jetzt die Wahl hättest, 50 Euro sofort zu bekommen oder 100 Euro in einem Monat, wie würdest du dich entscheiden? Der erste Impuls wäre bestimmt, die 50 Euro sofort zu nehmen nach dem Motto: lieber man hat als man hätte. Die 100 Euro sind der doppelte Betrag, jedoch musst du darauf vier Wochen warten. Diese Wahl triffst du nicht impulsiv, sondern du musst die bewusste Entscheidung treffen, auf deine größere Belohnung eine Zeit lang warten zu wollen und zu können.

Selbstkontrolle hat also mit langfristigem Denken zu tun. Sie ermöglicht dir, bessere Entscheidungen zu treffen.

Übung für mehr Selbstkontrolle

Um zu wissen, was du bei dir selbst unter Kontrolle halten musst, ist es im ersten Schritt erforderlich, dass du dir ein Ziel setzt. Jetzt weißt du nämlich ganz genau, wo die Reise hingehen soll. Du kannst nun entsprechende Maßnahmen treffen, um dich auf dem Weg dorthin zu unterstützen. Hast du dir ein großes und/oder langfristiges Ziel gesetzt, unterteile es am besten in einzelne Etappen wie Jahres-, Monats-, Wochenziele. So kannst du öfters mal Erfolge feiern, die dich zum Durchhalten motivieren.

Hier zwei Beispiele:

Thema Finanzen

  • Führe ein Haushaltsbuch.
  • Richte dir einen Sparplan ein.
  • Budgetiere deine Ausgaben, also lege fest, wie viel du jeden Monat für z. B. Essen, Kleidung, Freizeit usw. maximal ausgeben willst.

Thema Gewicht reduzieren

  • Führe ein Ernährungstagebuch, um zu sehen was und wie viel du über einen bestimmten Zeitraum isst.
  • Führe einen Kalender für deine geplanten Bewegungseinheiten und hake sie ab.
  • Stell deine Ernährung Schritt für Schritt um. Mach dir dazu ebenfalls einen schriftlichen Plan und hake Punkt für Punkt ab.
  • Schreib dir für alles Tagespläne und hake die einzelnen Schritte immer ab.

Warum jetzt alles aufschreiben, reicht es nicht, dass ich mir mental ein Ziel gesetzt habe?

Nein es reicht nicht. Ein Ziel nur in deinem Kopf verblasst mit der Zeit. Wenn du dir aber immer jedes Etappenziel und jeden Schritt aufschreibst, siehst du es wie man so schön sagt, schwarz auf weiß. Und die Sache mit dem Abhaken hat auch einen guten Grund. Jeder abgehakte Schritt ist ein kleiner Erfolg für dich. Außerdem behältst du so die Übersicht und weißt, wo du gerade stehst.

 

Selbstverantwortung

Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Was ist eigentlich damit gemeint? Darunter versteht man, dass jeder für das eigene Handeln, Fühlen und Denken die Verantwortung übernimmt, und zwar einerseits für Erfolge als auch andererseits für Niederlagen.

Für Erfolge übernimmt bestimmt jeder gern die Verantwortung und schreibt sie sich auf die Fahne. Aber bei Niederlagen ist es für die allermeisten von uns sehr viel schwieriger, dafür die Verantwortung zu übernehmen. Dann wird gerne auf die äußeren Umstände verwiesen oder die Verantwortung wird anderen zugeschoben.

Wenn du glücklich bist, woran liegt das? Liegt es an den Umständen, am Wetter, an anderen Menschen, an einer Gehaltserhöhung vielleicht? Nein. Es liegt daran, dass du dich entschieden hast, glücklich zu sein. Also liegt es in deiner Verantwortung, dass du gerade glücklich bist.

Umgekehrt ist es genauso. Wenn du unglücklich bist, woran liegt denn das? Nein, nicht an den Umständen und auch nicht am Wetter, an anderen Menschen oder dass du deinen Job verloren hast. Es liegt daran, dass du dich dafür entschieden hast, unglücklich zu sein, also auch in deiner Verantwortung.

Das klingt jetzt erstmal ziemlich herb. Aber lass dir mal die folgenden Zitate durch den Kopf gehen.

„ Kein Ding ist gut oder schlecht, erst das Denken macht es dazu. “
William Shakespeare

 

„Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zu dem Problem. Verstehst du?“
Captain Jack Sparrow

Zwei Leute können dasselbe erleben, denken, fühlen, aber jeder entscheidet sich dafür, es anders zu bewerten. Der eine ist damit super glücklich, für den anderen bricht eine Welt zusammen. Es kommt also darauf an, wie wir Dinge bewerten, also wofür wir uns entscheiden.

Für diese Entscheidungen sollten wir dann auch die Verantwortung übernehmen.

Selbstachtung - Selbstbewusstsein stärken
Übung für mehr Selbstverantwortung

Hol dir eine Situation ins Gedächtnis, über die du dich geärgert hast und du danach schlecht gelaunt, wütend oder unglücklich warst. Spiele die Situation nochmals im Geiste durch, sodass du die gleichen negativen Gefühle wieder empfindest. Das war so und so, dies und das war schuld daran, ich fühle mich jetzt so und so schlecht. Steigere dich ruhig rein.

Jetzt straffst du dich innerlich, machst einen großen Punkt hinter diese negativen Gefühle und sagst zu dir in bestimmendem Ton:

 

ICH allein bin der Herr/die Herrin über mein Leben und ICH allein
entscheide mich hier und jetzt dafür glücklich zu sein.

 

Dieser eine Satz hat mehrere Sofortwirkungen.

1. Du verlässt deine Opferrolle, in der du soeben noch gesteckt hast.
2. Du fühlst dich sofort größer und stärker.
3. Die Situation beherrscht nicht mehr deine Gefühle.
4. Du bist jetzt frei, selbst über deine Gefühle zu entscheiden.

 

Weitere Glaubenssätze für die Stärkung deiner Selbstverantwortung:

  • Ich mache aus jeder Situation das Bestmögliche.
  • Ich übernehme die Verantwortung für meine Gefühle, Gedanken und Handlungen.
  • Es liegt ganz allein bei mir, meine Bedürfnisse zu befriedigen.
  • Die Entscheidungen für mein Leben treffe ich selbst.

Selbstachtung

Selbstachtung ist die Wertschätzung deiner eigenen Person. Wenn du Selbstachtung hast, denkst du wohlwollend über dich. Du erkennst deine Vorzüge an, aber bist auch nachsichtig zu deinen Schwächen. Dein Handeln ist stets so, dass du dich hinterher immer noch im Spiegel anschauen kannst. Du fügst dir nicht vorsätzlich selbst Schaden zu und behandelst dich selbst mit Respekt.

Versuche nicht, es allen recht zu machen. Das klappt sowieso nicht. Triff eine Entscheidung, mit der du leben kannst und steh dazu. Für dich muss die Begründung stimmig sein, dann kannst du sie auch anderen gegenüber vertreten.

Sag nicht Ja, wenn du Nein sagen willst. Wenn du viel zu oft Ja sagst, obwohl du eigentlich Nein sagen wolltest, dann lies auch gerne meinen Artikel Nein sagen lernen. Hier erfährst du, wie du richtig und effektiv Grenzen ziehen kannst.

Übung für mehr Selbstachtung
  • Wenn du das nächste Mal ein Kompliment bekommst, dann nimm es dankend an. Falls du versucht bist, deine Leistung herunterzuspielen und dein Licht unter den Scheffel stellen zu wollen, halte inne und verzichte darauf. Du wurdest für etwas gelobt. Freu dich drüber und nimm das Lob an. So zeigst du dir gegenüber Respekt. Du wertest dich damit selbst auf und fühlst dich gut.

 

  • Hast du einen Fehler gemacht, für den du versucht bist, dich abzuwerten oder vielleicht sogar zu hassen, dann halte ebenfalls inne. Ja, der Fehler ist passiert. Reflektiere dies und lerne daraus. Es zeugt von Stärke, gemachte Fehler zuzugeben, die Ursachen auszuwerten und es beim nächsten Mal besser zu machen.

 

  • Picke dir nun eine deiner Unzulänglichkeiten heraus, für die du dich vielleicht schämst und dich deshalb immer wieder abwertest. Betrachte sie diesmal neutral, einfach als einen Baustein von dir, der dich einzigartig macht und dich als Mensch komplettiert. Streichle in Gedanken diesen Teil von dir.

 

Bestätige dich durch diese kleine Affirmation:

Ich achte mich voll und ganz. Ich bin rundherum komplett mit meinen
Stärken und meinen Schwächen. Sie machen mich einzigartig und
wertvoll.

 

Bedenke auf jeden Fall, dass Fehler und Unzulänglichkeiten zum Leben dazu gehören. Sich deswegen abzuwerten oder zu hassen, bringt niemanden etwas Gutes. Achte dich stattdessen als ganzes Wesen, was es nur ein einziges Mal auf dieser Welt gibt und das genauso wertvoll ist wie alles andere.

Fazit

 

Also fassen wir noch einmal alles zusammen. Unser Selbstbewusstsein setzt sich aus mehreren einzelnen Bausteinen zusammen.

 

Selbsterkenntnis – Ich weiß, wer ich bin.
Selbstakzeptanz – Ich akzeptiere mich, so wie ich bin.
Selbstannahme – Ich nehme mich an mit meinen Stärken und meinen Schwächen.
Selbstliebe – Ich liebe mich selbst.
Selbstwirksamkeit – Ich kann selbst etwas bewirken.
Selbstsicherheit – Ich schaffe das, was ich mir vornehme.
Selbstglaube – Ich glaube an mich und meine Fähigkeiten.
Selbstkontrolle – Ich habe mich im Griff.
Selbstverantwortung – Ich bin für mein Leben selbst verantwortlich.
Selbstachtung – Ich respektiere mich selbst.

 

Sie alle haben Einfluss darauf, ob wir ein starkes oder ein schwaches Selbstbewusstsein besitzen. Hast du ein starkes Selbstbewusstsein, ist das wie ein Schutzschild gegen die Widrigkeiten des Lebens. Damit kommst du gut durch den wildesten Sturm.

Ein schwaches Selbstbewusstsein lässt dich schnell straucheln und an dir zweifeln. Du fühlst dich angreifbar, schwach und wertlos.

Das kannst du aber ändern. Mit etwas Übung wirst du in kurzer Zeit dein Selbstbewusstsein stärken und damit dein Leben auf ein ganz neues Level heben. Es ist nicht schwer, wenn man weiß, an welchen Schrauben man drehen muss. Und es lohnt sich auf jeden Fall für jeden.

 

Für alle, die ihr Selbstbewusstsein stärken möchten, habe ich die einzelnen Übungen dieser Seite noch einmal zusammengefasst, damit du sie bequem downloaden kannst. Klicke einfach auf das Buch.

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