Du möchtest deine Gewohnheiten ändern und weißt nicht genau, wie du das am besten angehen sollst? Dann wende die 6-Schritte-Erfolgsformel an. Sie führt dich Schritt für Schritt an dein Ziel. Es ist egal, ob du dir etwas an- oder abgewöhnen willst oder ob du nur eine bestehende Gewohnheit abändern möchtest. Die 6-Schritte-Erfolgsformel unterstützt dich dabei und zeigt dir den Weg.

Gute Gewohnheit – schlechte Gewohnheit

Vieles kann zur Gewohnheit werden, im Guten wie im Schlechten. Unser gesamtes Leben ist von Gewohnheiten durchzogen.

 

Wir nehmen es nicht so wahr, aber wir sind oft auf Autopilot unterwegs.

 

Wenn es nicht so wäre, dann würde unser Tagesablauf ganz schön ins Stocken kommen.

 

Gute Gewohnheiten sind uns am liebsten, denn sie nützen uns. Jedoch hat jeder von uns auch ein paar schlechte Gewohnheiten im Angebot. Aber auch für diese muss es einmal eine Notwendigkeit gegeben haben.

 

Jede Gewohnheit war einmal nützlich für uns, denn sie erfüllte einen bestimmten Zweck. Mit der Zeit haben sich aus manchen Gewohnheiten allerdings negative Konsequenzen herauskristallisiert, sodass diese Gewohnheit uns jetzt eher schadet.

 

Gewohnheiten ändern: Beispiel Raucher

 

Fritzchen fängt mit dem Rauchen an, weil er sieht, dass seine Freunde auch rauchen. Er möchte so sein wie sie und macht das Rauchen auch zu seiner Gewohnheit. Er fühlt sich nun mit seinen Freunden und mehr verbunden. Nach einiger Zeit bemerkt er allerdings die negativen Konsequenzen des Rauchens. Seine Gesundheit leidet zunehmend darunter.

Seine Gewohnheit, die für ihn am Anfang nützlich war, schadet ihm jetzt mehr und mehr.

 

Die Kunst im Leben besteht darin, gute Gewohnheiten zu fördern und schlechte zu eliminieren. Jedoch ohne irgendeine Gewohnheit lebt niemand.

Warum sind Gewohnheiten wichtig

Die Kurzversion lautet: Weil unser Gehirn durch die Anwendung von Gewohnheiten schneller und energiesparender arbeiten kann.

 

Gewohnheiten helfen uns, auf wiederkehrende Situationen mit eingeübtem Verhalten zu reagieren, ohne jedes Mal den Prozess der Bewertung und Entscheidung zu durchlaufen.

 

Ein bestimmtes Verhalten hat sich die ersten Male bewährt und wird deshalb immer wieder so aufgerufen.

 

Der Grund dafür ist die Arbeitsweise unseres Gehirns. Es versucht immer, so energiesparend wie möglich zu arbeiten. Bewertungen und Entscheidungen verbrauchen aber sehr viel Energie. Außerdem ist dieser Prozess vergleichsweise langsam.

 

Deshalb hat sich Mutter Natur etwas Schlaues einfallen lassen. Sie umgeht dieses Hindernis mit der Ausbildung von Gewohnheiten.

 

Jetzt sparen wir wieder Energie und reagieren prompt, ohne den Umweg über unseren Verstand nehmen zu müssen.

 

Natürlich haben Gewohnheiten aber nicht nur Vorteile.

 

Um mit Monk zu sprechen: „Es ist ein Segen und ein Fluch.“

 

Wenn sich eine Gewohnheit erst einmal gefestigt hat, wird es schwer, sie schnell wieder loszuwerden.

Warum Gewohnheiten ändern so schwer ist

Vor ein paar Jahren habe ich in meinem Bad die Handtücher zum Händeabtrocknen umplatziert. Ich muss nun nicht mehr zwei Schritte nach rechts gehen, sondern die Handtücher hängen jetzt direkt neben dem Waschbecken. Es hat einige Wochen gedauert, bis ich nicht mehr automatisch zwei Schritte nach rechts gegangen bin, sondern direkt das Handtuch am Waschbecken ergriffen habe.

 

Ich stand immer wieder an der alten Stelle und fragte mich, wieso ich schon wieder nicht daran gedacht habe, dass die Handtücher jetzt woanders hängen.

 

Und das ist auch der Knackpunkt an einer Gewohnheit: Die Handlung läuft ganz automatisch und ohne Nachzudenken ab. Sie wurde vom Gehirn ins Unterbewusstsein verschoben. Durch bestimmte Auslösereize (Trigger) wird sie nun automatisch abgespult, ohne dass unser Bewusstsein noch groß daran beteiligt ist.

 

Es müssen diesbezüglich keine Entscheidungen mehr getroffen werden. Manchmal merken wir erst hinterher, was wir gemacht haben.

 

Das ist sehr bequem für unser Gehirn.

 

Doch was ist, wenn wir Gewohnheiten ändern wollen?

Vielleicht will ich nicht mehr jeden Nachmittag ein Stück Kuchen essen, weil ich gesünder leben möchte. Und doch muss ich feststellen, dass ich pünktlich jeden Nachmittag Appetit auf mein Stück Kuchen bekomme. Es ist sehr schwer, diesem Appetit zu widerstehen.

 

Durch häufige Wiederholung meiner Gewohnheit haben sich starke Nervenverbindungen gebildet. Dadurch kann sie nun leichter abgerufen und ausgeführt werden.

 

Bei einem Auslösereiz anders zu reagieren als gewohnt, erfordert eine bewusste Entscheidung, einen bewussten Willen. Das Gehirn ist gezwungen, dafür extra Energie bereitzustellen. Der bewusste Wille muss jetzt ziemlich stark sein, um das Auslösen der Routine erfolgreich zu verhindern.

 

Deshalb ist es oft so, dass man immer wieder in alte Gewohnheiten zurückfällt oder eine neue immer mal wieder vergisst. Das Gehirn nimmt lieber die alte breite Nervenbahn als die neue schmale.

 

Die Nervenverbindungen der neuen Gewohnheit müssen sich erst langsam festigen. Vom Trampelpfad über die Landstraße hin zur Autobahn. Bis dahin muss die neue Gewohnheit bewusst ausgeführt werden.

 

In dieser Phase ist die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns noch sehr hoch.

Gewohnheiten ändern: Die Angst vorm Scheitern und was dagegen hilft

Der stärkste Grund, eine neue Gewohnheit nicht zu beginnen, ist die Angst vorm Scheitern.

 

Man hat Angst, es nicht zu schaffen, zu versagen, sich die Arbeit umsonst zu machen, sich zu blamieren oder  ausgelacht zu werden. Darum bleibt es für viele, die ihre Gewohnheiten ändern wollen, nur ein Wunschgedanke. Sie trauen sich einfach nicht anzufangen.

 

Deshalb ist es wichtig, einen Plan zu haben.

 

Mit einem Plan weißt du ganz genau, wo die Reise schließlich hingehen soll und warum. Denn nicht nur das Ziel ist wichtig, sondern auch deine Motivation.

 

Ein Plan nimmt dich an die Hand und geleitet dich Schritt für Schritt bis ans Ziel. Wenn du unsicher bist, was du als nächstes tun sollst, schaust du im Plan nach. Du weißt immer, wie viel du schon geschafft hast und was noch vor dir liegt. Du musst nie im Dunkeln tappen.

 

Hier kommt nun mein Plan für dich:

Die 6-Schritte-Erfolgsformel

 

Gewohnheiten ändern - 6-Schritte-Erfolgsformel

1. Identifikation: Welcher Mensch möchte ich werden

Du denkst darüber nach, eine oder mehrere Gewohnheiten in deinem Leben zu ändern. Damit drückst du aus, dass du mit dir momentan nicht zufrieden bist. Du willst auf diese Weise dein Leben und dich als Mensch verbessern.

 

Nun frage dich jetzt als ersten Schritt, welcher Mensch du in Zukunft sein möchtest.

 

  • Möchtest du vielleicht ein gesunder, schlanker, sportlicher Mensch sein?
  • Möchtest du eine gute Mutter/ein guter Vater sein?
  • Siehst du dich erfolgreich im Beruf, als guter Freund oder auch als entspannter Mensch?

 

Verschaff dir Klarheit darüber, wer du sein möchtest. Identifiziere dich mit diesem neuen Menschen. Denk dich in dein neues Ich hinein. Fühle so, wie du dann fühlen wirst. Stell dir dein neues Ich in allen Einzelheiten vor.

 

Hier möchte ich dir die Methode der Mentalen Bilder empfehlen. Sie ermöglicht dir, dich mit deinem neuen Ich zu verbinden und dich mit ihm so zu identifizieren, als wärst du es schon.

 

Die Identifikation mit deinem neuen Ich ist ein wichtiger erster Schritt, um erfolgreich eine neue Gewohnheit in dein Leben zu übernehmen. Du siehst dich schon als diesen Menschen, du fühlst schon so. Jetzt musst du nur noch als dieser neue Mensch handeln. Dann schließt sich der Kreis.

 

Nimm dir die Zeit und überlege, wer du in Zukunft sein möchtest.

2. Erkenntnis: Welche Gewohnheiten möchte ich ändern

Nun frage dich, welche Gewohnheiten der neue Mensch hat, der du werden willst. Welche Gewohnheiten werden dich zu diesem Menschen machen?

 

Nimm dir ein Blatt Papier und schreib oben hin, wer du sein willst. Darunter listest du alle die Gewohnheiten auf, die diesen Menschen ausmachen.

 

Beispiel: Ich bin ein schlanker und gesunder Mensch.

Folgende Gewohnheiten machen mich aus:

  • Ich bewege mich regelmäßig.
  • 2 x in der Woche gehe ich ins Fitnessstudio.
  • Ich esse viel Obst und Gemüse.
  • Fleisch esse ich wenig.
  • Ich esse wenig Süßigkeiten.
  • Meine Mahlzeiten bereite ich selbst frisch zu.
  • Ich gönne mir ausreichend Schlaf.
  • Ich nehme keine Drogen.

 

Du brauchst nicht erschrecken, wenn du jetzt eine Liste mit ziemlich vielen Gewohnheiten aufgeschrieben hast. Die musst du nicht alle auf einmal ändern. Der Schuss würde mit großer Wahrscheinlichkeit nach hinten losgehen.

 

Taste dich langsam vor. Mach einen Schritt nach dem anderen. Such dir für den Anfang nur eine oder maximal zwei Gewohnheiten aus, die du ändern möchtest. Das reicht.

 

Hast du sie fest in dein Leben integriert, hake sie auf deiner Liste ab und nimm dir dann erst die nächste Gewohnheit vor. Das dauert zwar länger, ist aber viel leichter durchzuhalten.

 

Ändere dein Leben in kleinen Schritten, aber bleibe konsequent.

 

Jede einzelne Entscheidung, die du triffst, jedes Mal, summiert sich im Laufe der Zeit entweder zum Positiven oder zum Negativen.

Gewohnheiten ändern - Stalagmit

Denk an einen Stalagmiten, der durch unzählige stete Tropfen ganz langsam größer und größer wird. Wäre das ganze Wasser auf einmal geflossen, nie hätte ein so schöner Stalagmit entstehen können.

 

Du wirst natürlich nicht tausende von Jahren brauchen (hoffe ich).

3. Ist-Stands-Analyse: Die aktuellen Gewohnheiten bewusst machen

Um zu wissen, wo man hin will, muss man wissen, wo man aktuell steht.

 

Deshalb ist es jetzt an der Zeit, dir deine bisherigen Gewohnheiten einmal bewusst zu machen. Schreib auf, was du gewohnheitsmäßig tust.

 

Beispiel: Morgenroutine

  • Ich mache meinen Wecker aus.
  • Dann stehe ich auf und gehe ins Bad.
  • Ich dusche, danach putze ich meine Zähne.
  • Ich ziehe mich an.
  • Danach kämme ich meine Haare.
  • Ich schminke mich.

 

Beispiel: Rauchen

  • Früh trinke ich einen Kaffee und rauche eine Zigarette.
  • Immer, wenn ich eine kurze Auszeit brauche, rauche ich eine Zigarette.
  • Nach jedem Essen rauche ich eine Zigarette.
  • Immer wenn ich Alkohol trinke, rauche ich mehr als sonst.

 

Das erste Beispiel für die Morgenroutine zeigt auf, welche gewohnten Abläufe dein Tagesablauf hat. Das zweite Beispiel für das Rauchen macht dir deine Auslösereize für die Gewohnheit bewusst.

 

Auslösereize (Trigger) spielen bei Gewohnheiten eine sehr große Rolle. Das sind sozusagen die Befehle, die deine Gewohnheit in Gang setzen.

 

Das ist wie bei Pawlow: Die Glocke läutet und der Hund sabbert.

Gewohnheiten ändern - Konditionierung

Auslösereize

Es gibt Gewohnheiten, die nur einen Auslösereiz haben – wie die Morgenroutine.

 

Und es gibt Gewohnheiten, die viele verschiedene Auslösereize besitzen – wie das Rauchen.

 

Wenn du dir vorgenommen hast, mit dem Rauchen aufzuhören, ist es wichtig, deine Auslösereize zu kennen.

 

Wenn du eine neue Gewohnheit in deinen Alltag integrieren möchtest, ist es wichtig, deine aktuellen Routinen zu kennen.

 

Hast du deine Liste gemacht? Dann gehen wir weiter zu Schritt 4 – der Integration.

 

Gewohnheiten ändern - in 66 Tagen

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Dieser Kurs zeigt dir, wie du  in 66 Tagen bessere Gewohnheiten aufbaust – und ein paar schlechte ablegst.

 

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4. Integration: Einfügen der neuen Gewohnheit in den Alltag

Jetzt wird’s spannend. Die Vorarbeit haben wir erledigt. Nun ist es an der Zeit, die neue Gewohnheit in den Alltag zu integrieren. Das heißt für dich entweder, du fügst deinem Leben eine neue Gewohnheit hinzu oder du lässt eine bisherige Gewohnheit weg.

 

Hinzufügen einer Gewohnheit

Wenn du eine neue Gewohnheit hinzufügen möchtest, ist es wichtig, die Auslösereize dafür so sichtbar wie möglich anzuordnen. Dann denkst du an die neue Gewohnheit und kannst sie nicht so leicht vergessen.

 

  • Du hast dir vorgenommen, mehr zu trinken – platziere einige Wasserflaschen gut sichtbar in der Wohnung.
  • Ab jetzt willst du mehr Sport treiben – stell deine Sporttasche an einen Ort, an dem du oft vorbei läufst.
  • Du möchtest Dankbarkeit praktizieren – schreibe dir Zettel, auf denen steht, wofür du dankbar bist und platziere sie an gut einsehbaren Orten.

 

A) Benennung von Ort und Zeit

Mit der Benennung von Ort und Zeit gibst du der neuen Gewohnheit einen konkreten Platz in deinem Leben. Schreib dir auf wann und wo du deine neue Gewohnheit anwenden möchtest.

 

  • Dienstags 17:00 Uhr gehe ich für eine Stunde im Fitnessstudio trainieren.
  • Vor jeder Mahlzeit trinke ich ein großes Glas Wasser.
  • Jeden Abend, wenn ich im Bett liege, spreche ich aus, wofür ich dankbar bin.

 

B) Verknüpfe die neue Gewohnheit mit einer schon vorhandenen

Eine sehr gute Möglichkeit der Integration einer neuen Gewohnheit ist die Verknüpfung mit einer bereits vorhandenen. Die vorhandene Gewohnheit ist ja schon fester Bestandteil deines Lebens. Die neue hängst du einfach davor oder danach daran.

 

  • Bevor ich anfange zu essen, trinke ich ein großes Glas Wasser.
  • Während ich meine Zähne putze, überlege ich, wofür ich dankbar bin.
  •  Wenn ich fertig bin mit Essen, stelle ich das Geschirr sofort in die Spülmaschine.

 

C) Verbinde die neue Gewohnheit mit einer sehr attraktiven Gewohnheit

Grundsätzlich ist es immer einfacher, eine neue Gewohnheit zu integrieren, je attraktiver sie für uns ist. Wenn sie für dich jedoch zwar notwendig, aber nicht attraktiv ist, gibt es einen hilfreichen Trick.

 

 

Beispiel:

Du schnatterst gerne mit deiner Freundin, willst aber auch ordentlicher werden. Dann legst du für dich fest: Ich räume erst eine halbe Stunde meine Wohnung auf, danach gehe ich zu meiner Freundin schnattern oder rufe sie an.

 

 

Man nennt diesen Trick auch: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

 

Du verbindest ein notwendiges Übel mit einer attraktiven Gewohnheit.

Weglassen einer Gewohnheit

Wenn du dir ein schädliches Verhalten abgewöhnen möchtest, ist es sehr wichtig, die Auslösereize für diese Gewohnheit unsichtbar zu machen. Die Gewohnheit muss unattraktiv werden und schwer durchzuführen sein.

 

A) Dein ganz persönlicher guter Grund

Das wichtigste, wenn es sich um eine schädliche Sucht handelt, ist dein ganz persönlicher guter Grund, darauf zu verzichten.

 

Beispiel Rauchen:

Ich als Genussraucher habe oft versucht, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich habe Ratgeber gelesen, mir gute Vorsätze vorgenommen und mich mit anderen Ex-Rauchern unterhalten. Eine Zeit lang habe ich es dann tatsächlich immer mal geschafft, nicht zu rauchen. Doch die Auslösereize waren immer wieder stärker als mein guter Vorsatz. Ich dachte, ich würde es nie schaffen.

Durch Gespräche mit Ex-Rauchern habe ich aber folgendes erkannt. Jeder, der es geschafft hatte, besaß seinen ganz persönlichen guten Grund, mit dem Rauchen aufzuhören. Selbst Hardcore-Raucher und Kettenraucher konnten ihre Sucht besiegen.

Ich habe das Rauchen mittlerweile aufgegeben, denn ich hatte auch meinem eigenen guten Grund gefunden.

 

B) Auslösereize unsichtbar machen

Wenn die Auslösereize für dich nicht sichtbar sind, musst du nicht so oft an die Gewohnheit denken, die du weglassen willst.

 

C) Gewohnheit unattraktiv machen

Je unattraktiver eine Gewohnheit ist, desto eher hörst du damit auf.

 

Du machst eine Gewohnheit für dich unattraktiv, wenn du es dir erschwerst, sie durchzuführen. Wenn du die Hürde für diese Gewohnheit größer machst, verschiebt sich die Aufwand/Belohnungs-Bilanz in Richtung Aufwand. Der Aufwand wird nun unverhältnismäßig groß und die Belohnung fällt dementsprechend klein aus.

 

Beispiel Rauchen:

Du schließt deine Schachtel Zigaretten in ein Kästchen ein und verstaust das Kästchen auf dem Boden oder im Keller. Dann musst du für jede Zigarette einen großen Aufwand betreiben.

 

Beispiel Handysucht:

Du hast dir vorgenommen, nicht mehr dauernd auf dein Handy zu schauen und die Sozialen Medien zu checken. Dazu legst du dein Handy in einem anderen Raum ab. Dann ist es außer Sichtweite. Du gibst dein Handy einem Kollegen, wenn du auf die Arbeit kommst. Du bittest ihn, es zu verwahren und dir erst in der Mittagspause wieder zu geben.

 

5. Festigung: Regelmäßige Wiederholung der neuen Gewohnheit

Regelmäßige Wiederholung ist der Schlüssel zur Festigung deiner neuen Gewohnheit.

 

Der Zeitraum ist dabei nicht so entscheidend. Manche sagen, eine Gewohnheit festigt sich in 21 Tagen. Andere meinen, es wären 60 Tage oder 90 Tage.

 

Jedoch das A und O bei Gewohnheiten ist schlicht und einfach die Anzahl der Wiederholungen. Es macht einen großen Unterschied, ob man etwas nur einmal in der Woche tut oder einmal täglich oder mehrmals täglich.

 

Das Diagramm zeigt deutlich, dass sich eine Gewohnheit eher festigt, je höher die Anzahl der Wiederholungen ist.

Gewohnheiten ändern - Lernkurve

Oberhalb der markierten Bewusstseinsschwelle geht die Gewohnheit in dein Unterbewusstsein über und läuft dann weitgehend automatisch ab.

 

Um die neue Gewohnheit zu festigen, folgen hier einige hilfreiche Tipps.

 

Tipp 1: Zeigen und Benennen

Zeigen und Benennen ist eine Methode, mit der du einen Ablauf visualisierst und die einzelnen Schritte beim Namen nennst. So kannst du dir Abfolgen besser merken und lässt keinen Schritt aus.

 

Tipp 2: Dokumentation

Schreib auf, wann du deine neue Gewohnheit durchführst. Dokumentiere deine Wiederholungen.

Kreuze sie in einem Kalender an. Dann siehst du schwarz auf weiß, welche Strecke du schon zurückgelegt hast.

Leg dir eine Spardose zu und wird jedes Mal, wenn du deine neue Gewohnheit durchgeführt hast, einen Geldbetrag ein. Davon gönnst du dir dann nach Ablauf einer selbst gesetzten Frist etwas Schönes.

Weitere Möglichkeiten der Dokumentation deiner Fortschritte sind das Führen von Strichlisten, Murmeln in einem Gefäß sammeln, Tagebuch führen usw.

 

Tipp 3: Belohnung

Wenn du Gewohnheiten ändern möchtest, ist es ganz wichtig, das Belohnungszentrum deines Gehirns mit einzubeziehen. Jede Gewohnheit festigt sich nur dann, wenn du eine Belohnung dafür bekommst.

 

Mit Vernunft und Willenskraft kannst du da nicht viel ausrichten. Die Gewohnheit muss für dein Gehirn attraktiv sein und das funktioniert über Belohnungen.

 

Leider sind wir Menschen nicht sehr gut darin, Belohnungen aufzuschieben. Wir brauchen eine unmittelbare Belohnung für unser Handeln. Deswegen musst du dir überlegen, wie du dich für deine neue Gewohnheit direkt belohnen möchtest.

 

Eine wichtige Verhaltensregel lautet: Das, was sofort belohnt wird, wird wiederholt. Das, was sofort bestraft wird, wird vermieden.

 

Beispiel Gewicht verlieren:

Dein großes Ziel ist es vielleicht, 20 Kilo an Gewicht zu verlieren. Dafür möchtest du eine Gewohnheit ändern.

Du hast dir vorgenommen, nur noch einmal in der Woche eine handvoll Gummibärchen zu essen und ansonsten auf Süßigkeiten zu verzichten, bis du die 20 Kilo abgenommen hast.

Deine große Belohnung, nämlich 20 Kilo weniger auf der Waage, erreichst du nicht an einem Tag, auch nicht in einer Woche.

Es wird eine ganze Weile dauern. Der Weg wird nicht einfach werden, denn es lauern ständig große Versuchungen.

Um deine neue Gewohnheit beizubehalten, motivierst du dich mit vielen kleinen Zwischenbelohnungen:

 

  • Für jeden Tag ohne Süßigkeiten machst du ein dickes Kreuz in deinen Kalender. Diese Belohnung zeigt dir, wie lange du schon durchgehalten hast.
  • Jede Woche stellst du dich auf die Waage und notierst deinen Gewichtsverlust in eine Tabelle. Diese Belohnung zeigt dir, was du schon erreicht hast.
  • Jeden Abend ohne Süßigkeiten bedankst du dich bei dir selbst, dass du so stark warst, allen Versuchungen zu widerstehen. Diese Belohnung stärkt dein Selbstwertgefühl und fördert die liebevolle Beziehung zu dir selbst.

 

Wichtig ist, dass deine Belohnungen zu deinen Zielen passen.

 

  • Wenn du Gewicht verlieren willst, belohne dich nicht mit (ungesundem) Essen.
  • Wenn du weniger Geld ausgeben willst, belohne dich nicht mit Shopping.

 

Finde für dich eine passende direkte Belohnung, dann fällt es dir viel leichter, eine Gewohnheit zu ändern.

6. Automation: Übernahme der neuen Gewohnheit ins Unterbewusstsein

Je öfter du die neue Gewohnheit anwendest, desto weniger musst du dich dazu bewusst entscheiden.

 

Wenn du die neue Gewohnheit so oft wiederholt hast, dass die Bewusstseinsschwelle überschritten ist, ist sie dir in Fleisch und Blut übergegangen.

Gewohnheiten ändern - Schema des Kreislaufs

Gewohnheiten ändern: Rückschläge meistern

Niemand ist perfekt und Rückschläge sind ganz normal. Man darf sich dadurch nur nicht entmutigen lassen.

 

Wenn es dir nicht gleich gelingt, eine neue Gewohnheit in dein Leben zu integrieren, steck den Kopf nicht sofort in den Sand.

 

Kommt es vor, dass du die neue Gewohnheit einmal vergessen hast, schmeiß nicht gleich alles hin. Das ist am Anfang ganz normal. Die Nervenautobahn muss ja erst gefestigt werden. Tu dir selbst einen Gefallen und wende die Gewohnheit einfach das nächste Mal wieder an.

 

Es ist sehr wichtig, die Serie nicht abreißen zu lassen.

 

Wenn du nämlich zu große Lücken lässt, kann sich deine neue Gewohnheit nicht festigen. Dann musst du wieder bei Null anfangen.

Atme ein paar Mal tief durch und wende deine neue Gewohnheit bei der nächsten Gelegenheit wieder genauso an, wie du es geplant hast.

Mit zwei Schritten vorwärts und einem zurück kommt man auch ans Ziel, nur eben etwas langsamer.

Gewohnheiten ändern - Zwei Schritte vor und einer zurück

Ein anders Sprichwort sagt: „Steter Tropfen höhlt den Stein.“

 

Ein Stalagmit entsteht nicht an einem Tag, sondern durch unzählige Wiederholungen.

 

Also, keine Panik auf der Titanic. Es gibt immer Höhen und Tiefen.

 

Tausch dich mit Freunden und Familie aus, wenn du an einem Punkt bist, wo scheinbar gar nichts klappt.

 

Vielleicht hilft es dir auch, zu meditieren oder dich mit Achtsamkeitsübungen zu erden, wenn du in einer stressigen Phase bist.

Gewohnheiten ändern: Die Zusammenfassung

 

  • Eine Gewohnheit ist immer mit einem konkreten Nutzen verbunden.
  • Sie muss attraktiv sein, um sie beizubehalten.
  • Um eine Gewohnheit wegzulassen, muss sie unattraktiv und schwierig sein.
  • Kopple eine neue Gewohnheit mit einer schon bestehenden.
  • Verbinde eine Gewohnheit mit einem sehr attraktiven Ereignis, um sie aufzuwerten.
  • Dokumentiere deine Gewohnheit, mach sie sichtbar.
  • Belohne dich regelmäßig für das Ausführen der Gewohnheit.
  • Lass die Serie nicht abreißen, bleib auch bei Rückschlägen am Ball.

 

Ich hoffe, dieser Artikel hilft dir, deine Gewohnheiten erfolgreich zu ändern.

 

Schreib mir auch gerne deine Erfahrungen auf dem Weg zu deiner neuen Gewohnheit.

Gewohnheiten ändern - erfolgreich werden

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    u.v.m

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