Ist dir schon einmal aufgefallen, dass unser ganzes Leben aus einem ständigen Geben und Nehmen besteht? Es ist die Art und Weise, wie wir mit unserer Außenwelt in Kontakt treten. Durch Geben und Nehmen verändern wir uns und die anderen. Wir lernen und wachsen an unseren Erfahrungen. Lies hier, wie du Geben und Nehmen in Balance bringen und dich damit wohlfühlen kannst.

Wenn wir etwas geben, geben wir immer auch etwas Energie von uns ab. Es findet also ein Energieaustausch statt. Unser Energielevel ist nach dem Geben etwas niedriger als zuvor. Wenn wir gleichzeitig etwas zurückbekommen oder anders gesagt, annehmen, also Nehmen, dann fließt auch etwas Energie zu uns zurück.

Bei diesem Austausch müssen wir allerdings darauf achten, dass wir uns beim Geben nicht so weit verausgaben, dass unser Energielevel bis unter eine kritische Schwelle absinkt. Haben wir immer mehr gegeben als genommen, fühlen wir uns ausgelaugt, leer und haben im wahrsten Sinne des Wortes keine Energie mehr.

Auf der anderen Seite macht uns ständiges Nehmen auch nicht glücklich. Im Gegenteil, wer immer nur nimmt, ohne auch etwas zu geben, überreizt sein Energielevel. Das äußert sich dann in ständiger Unzufriedenheit, Langeweile oder Gereiztheit. Auch wenn du es schwer glauben kannst, es ist so.

Wie heißt es doch so schön:

„Geben ist seliger denn Nehmen.“

Ich finde, es kommt immer auf die richtige Balance an.

Geben – die Energie fließt aus dir heraus

Geben macht uns glücklicher, wenn wir es im sozialen Kontext tun. Bekommen wir im Austausch aber Geld dafür, dann sehen wir es eher als ein Geschäft an und unsere Glücksgefühle halten sich in engen Grenzen. Am glücklichsten sind wir dann, wenn wir geben ohne etwas dafür zu erwarten.

Das gibt uns ein Gefühl von Größe und Weite. Bei dieser Art zu Geben dehnen wir unsere Seele aus. Diese Art zu Geben ist niemals bösartig oder verschlagen. Es ist reine Güte. Probiere es einmal aus. Gib der nächsten Person, die du siehst, ein ehrliches Lächeln. Hilf einer älteren Person beim Aussteigen aus der Straßenbahn oder spende einen Betrag an eine Hilfsorganisation.

 

Wie fühlst du dich damit?

 

Es gibt da eine schöne Geschichte:

Eine Person bestellte sich an einem Stand einen Kaffee und hinterließ Geld für einen weiteren Kaffee, welcher für den Nächsten kostenlos war. Das war an sich schon eine schöne Geste, aber sie hatte einen überraschenden Effekt.

Der nächste Gast, der seinen Kaffee nun kostenlos bekam, hinterließ wieder Geld, sodass der Übernächste ebenfalls einen kostenlosen Kaffee genießen durfte.

Diese Serie setzte sich eine ganze Weile lang fort. Der eine bezahlte den Kaffee für den nächsten. Niemand kannte sich untereinander und keiner konnte mit einem Dankeschön rechnen.

 

An diesem Beispiel kannst du sehen, wie eine kleine selbstlose Geste andere Menschen inspiriert, ihre Geberseite zu aktivieren.

 

Wie wäre es, wenn du dir vornehmen würdest, jeden Tag so eine selbstlose Tat zu vollbringen? Es muss nichts Großes sein und es muss auch kein Geld kosten. Nimm es dir für die Zukunft einfach einmal vor und etabliere es in deinem Leben als neue gute Gewohnheit. Ich garantiere dir, dass du allein dadurch viel glücklicher sein wirst.

Falls du auf der Suche nach Inspirationen für gute Taten bist:

 

Hier ein paar Vorschläge für gute Taten

  • Schenke jedem, dem du begegnest, ein Lächeln.
  • Mach jemandem ein ehrlich gemeintes Kompliment.
  • Halte einer Person die Tür auf.
  • Lass jemanden an der Kasse vor.
  • Spende für eine wohltätige Organisation deiner Wahl.
  • Überlass deinem Partner/Freund/Freundin diesmal die Wahl des Fernsehprogramms, des Restaurants, des Ausflugsziels etc.
  • Nimm jemandem eine Aufgabe ab.
  • Spendiere dem Nächsten in der Reihe einen Kaffee/ein Eis o. ä.
  • Kaufe einen Strauß Blumen für dich oder verschenke ihn.
  • Sei nett zu dir selbst und denke nette Gedanken über dich.

 

 

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Nehmen – die Energie fließt in dich hinein

Aber nicht nur die Geber können die Guten sein, auch nehmen muss man können. Ja, nehmen muss man sich sogar gönnen können. Wer immer nur gibt, hat bald nichts mehr, was er geben könnte. Die Batterien sind dann sozusagen leer. Das kennt man vom Burn-out-Syndrom. Diese Leute haben über längere Zeit so viel gegeben, dass sie maximal erschöpft sind. Ihnen hilft es nun nicht mehr, mal richtig auszuschlafen oder zwei Wochen Urlaub zu machen. Die Batterien dieser Leute sind so extrem leer, dass es sehr lange dauert, bis sie einigermaßen wieder aufgeladen sind. Viele von ihnen erreichen nie wieder ihr ursprüngliches Energielevel.

Deshalb ist es wichtig, eine gute Balance zwischen Geben und Nehmen zu finden. Nimm dir selbst immer mal wieder, was du brauchst. Lade deine Batterien zwischendurch regelmäßig auf.

Lass aber auch zu, dass du Angebote annehmen kannst, ohne gleich an eine Gegenleistung zu denken. Wenn dir also jemand etwas Gutes tut und wirklich nichts dafür erwartet, dann ist das in Ordnung. Der Andere möchte dir etwas geben, ohne dass du dich ihm verpflichtet fühlen musst. Freu dich einfach darüber.

Jetzt gibt es noch die sogenannten Energievampire, die immer nur am Nehmen sind und nichts wieder zurückgeben. Vor ihnen solltest du dich hüten.

 

Hier einige Tipps, wie du Energievampire erkennst:

  • Du fühlst dich in ihrer Gegenwart generell unwohl.
  • Nach einer Begegnung mit ihnen fühlst du dich ausgelaugt und kraftlos.
  • Sie werfen ständig Probleme und Fragen auf und nötigen dich zu Lösungsvorschlägen, die sie aber nie annehmen.
  • Du musst dich ihnen gegenüber für alles rechtfertigen, weil sie dir Schuldgefühle einreden.
  • Sie halten sich nicht an Vereinbarungen und gesteckte Grenzen.

 

Sie stehlen dir deine ganze Energie und lassen dich dann ausgelaugt zurück. Von solchen Leuten hast du nichts zu erwarten. Meide, wenn möglich, ihre Nähe.

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Geben und Nehmen als Austausch

Sehr oft basiert unser gegenseitiges Geben und Nehmen aber auf einfachen Tauschgeschäften. Wir geben etwas und erwarten im Gegenzug auch wieder etwas zurück.

Ich halte dir zum Beispiel die Tür auf und erwarte dafür, dass du mir beim nächsten Mal auch die Tür aufhältst.

Eine Freundin gibt der anderen ein Eis aus und erwartet, dass sie sich dafür revanchiert. Es muss nicht unbedingt auch ein Eis sein, aber irgendetwas ungefähr Gleichwertiges.

Solche Tauschgeschäfte machen wir ständig. Sie haben keinen großen Einfluss auf unser Energielevel. Sie laufen in der neutralen Zone ab.

Dann gibt es auch Tauschgeschäfte mit ungleichem Wert. Entweder gebe ich mehr als ich bekomme oder ich bekomme mehr zurück, als ich gegeben habe. Hier gibt es Gewinner und Verlierer.

Diese Art Tauschgeschäfte führen dazu, dass sich einer von beiden Tauschpartnern danach schlecht fühlt. Dabei braucht nicht mal Absicht im Spiel gewesen zu sein. Manchmal bewerten wird das, was wir geben, einfach höher, als das, was wir bekommen.

 

Dieses Phänomen wurde in Studien belegt.

Dabei ging es darum, dass Probanden einen Gegenstand, der sich in ihrem Besitz befand, zum Verkauf anbieten sollten. Sie sollten beziffern, zu welchem Preis sie diesen Gegenstand verkaufen wollen. Im Gegensatz dazu sollte eine zweite Gruppe für diesen Gegenstand einen Preis angeben, den sie zu zahlen bereit wären.

Es stellte sich heraus, dass die Anbieter den Gegenstand durchweg höher bewerteten als die potenziellen Käufer. Das heißt, dass die Besitzer des Gegenstandes ihn als wertvoller einstuften als die Nichtbesitzer.

Genauso geht es auch manchen Menschen, wenn sie etwas geben. Es kann passieren, dass sie ihren Beitrag höher einstufen als der Empfänger. Dann sind sie enttäuscht, wenn sie ihrer Meinung nach weniger zurückbekommen.

 

Sehr häufig funktioniert der Austausch des Gebens und Nehmens nicht als direkte Interaktion, sondern als Kreislauf oder Ringtausch. Wir geben auf einer Seite und bekommen von einer ganz anderen Seite etwas wieder. Das, was wir von dort wieder bekommen, hat nichts mit dem zu tun, was wir vorher gegeben haben. Das kann auch nicht anders sein, da wir auf vielfältige Weise mit unserer Umwelt vernetzt sind.

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Geben und Nehmen in Balance halten

Was sagst du, wie sieht deine Balance zwischen Geben und Nehmen aus? Bist du im Großen und Ganzen zufrieden damit? Oder möchtest du bei diesem Thema mehr in deine Mitte kommen? Dann habe ich für dich ein paar Anregungen, wie es bei dir klappen könnte.

Der Geber

Du bist eine richtige Gebernatur und großzügig mit deinen Gaben. Bei genauem Nachdenken hast du aber das Gefühl, dass du dabei auf Dauer zu kurz kommst. Du hast Probleme, von anderen etwas anzunehmen. Gleich musst du es mit einer neuen Gabe ausgleichen und gibst immer noch mehr, als du bekommen hast.

 

So beseitigst du das Ungleichgewicht:

1. Stecke deine Grenzen ab und halte sie ein.

Lass dich nicht ausnutzen. Die Gefahr besteht bei Menschen, die immer viel von sich geben. Werde dir klar darüber, wie viel du bereit bist zu geben und ab welchem Punkt nicht mehr. Solltest du Schwierigkeiten damit haben, lies meinen Artikel: „Nein sagen lernen – so steckst du deine Grenzen ab“. Darin erfährst du, warum es so wichtig ist, klare Grenzen zu ziehen und wie du andere und dich selbst dazu bringst, sie einzuhalten.

 

2. Befriedige auch deine eigenen Bedürfnisse.

Als Geberpersönlichkeit stellst du deine eigenen Bedürfnisse oftmals hinten an, kennst sie womöglich gar nicht richtig. Deshalb solltest du dir ein paar ruhige Minuten gönnen und darüber nachdenken, was du für dich selbst möchtest, was du brauchst, was deine Wünsche sind. Schreib das alles auf und lies es dir immer mal wieder durch, damit du es nicht vergisst. Lege mindestens einen Tag in der Woche fest als deinen Wunscherfüller-Tag. Erfülle dir an diesem Tag einen Wunsch oder stille dir ein Bedürfnis. Du wirst merken, wie gut dir das tut. Du lädst damit deine Batterien wieder auf und steigerst dein Wohlbefinden. Bitte tu an diesem Tag mal etwas nur für dich.

 

3. Lass zu, dass andere dir etwas zurückgeben können.

Vielen, die gerne und viel geben, fällt das Annehmen schwer. Seien es Komplimente, Hilfe oder Geschenke. Sie denken vielleicht, sie verdienen es nicht. Oder bekommen ein schlechtes Gewissen, sodass sie gleich wieder etwas zurückgeben möchten. Geht es dir auch so?

Dann helfen dir vielleicht diese kleinen Tipps.

  • Etwas zu bekommen ist Balsam für die Seele. Lass es zu. Tu deiner Seele den Gefallen.
  • Wenn du eine Gabe annimmst, fühlt sich der Geber wertgeschätzt. Gönn ihm das.
  • Ein ehrliches „Danke“ von dir reicht oftmals als Gegengabe aus. Das ist okay.

 

4. Mach Nehmen zu einem täglichen Ritual.

Übe das Nehmen und Annehmen, damit es dir mit der Zeit leichter fällt. Mach ein tägliches Ritual daraus, mindestens einmal am Tag etwas bewusst und ohne schlechtes Gewissen anzunehmen. Freu dich über ein Kompliment, ein Lob und Hilfe von anderen Menschen. Nicht nur du gibst gerne, auch andere Leute haben das Bedürfnis zu geben. Weise sie nicht zurück.

 

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Der Nehmer

Du bist eher der unsichere Typ, der immer die Hilfe von anderen braucht und von sich selbst denkt, dass er anderen nichts anzubieten hätte. Oder du hältst es für selbstverständlich, dass dir gegeben wird, weil du meinst, dass es dir zusteht. Selbst geizt du jedoch mit deinen Gaben.

 

So beseitigst du das Ungleichgewicht:

1. Integriere Dankbarkeit in dein Leben.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und schreibe einmal auf, wofür in deinem Leben du dankbar bist. Du wirst dabei merken, wie du immer ruhiger, zufriedener und glücklicher wirst. Und wenn du dir jeden Tag nur fünf Minuten gönnst, um dich für alles Schöne in deinem Leben zu bedanken, wirst du auf der Glücksleiter Stufe für Stufe empor steigen. Wer glücklich ist, ist auch großzügig. Dir wird das Geben nun viel leichter fallen.

Hier gibt’s mehr zum Thema Dankbarkeit.

 

2. Setz dich hin und meditiere.

Meditation verhilft dir zu mehr Klarheit und entspannt Körper und Seele. Hier sind einige Vorschläge zu Themen, über die du meditieren könntest.

 

Großzügigkeit,
Alles ist mit allem verbunden
Bedingungslose Liebe
Mitgefühl
Was bin ich mir selbst wert

Hier gibt’s mehr zum Thema Meditation.

 

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3. Heile dein inneres Kind – gib ihm, was es so sehr braucht.

Bevor du anderen etwas geben kannst, musst du mit dir und deinem inneren Kind im Reinen sein. Wenn du aus deiner Kindheit große Defizite in dir eingeschlossen hast, die dich bewusst oder unbewusst quälen und nicht loslassen, dann musst du erst einmal daran arbeiten. Dafür kann und möchte ich dir das Buch von Stefanie Stahl empfehlen: „Das Kind in dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme“

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Lies auch meine Artikel „Angstfrei leben – zeig deiner Angst den Mittelfinger“ und „Verzeihen können – in 10 Schritten zur Vergebung“. Darin findest du hilfreiche Tipps, wie du mit dir selbst ins Reine kommen kannst.

 

4. Mach Geben zu einem täglichen Ritual.

Auch das Geben kann man üben. Es ist gar nicht so schwer. Nimm dir vor, wenigstens einmal am Tag einem anderen Menschen etwas zu geben. Die Initiative muss dabei von dir ausgehen. So gewöhnst du dich langsam daran und kannst sehen, was passiert und wie du dich damit fühlst.

Ich hoffe, dieser Artikel hat dich zum Nachdenken angeregt und hilft dir, dein Geben und Nehmen in Balance zu bringen oder zu halten.

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