Im Dasein der Menschen spielen seit jeher der Glaube an eine höhere Wesenheit und die Anbetung dieser eine große Rolle. Dieser Glaube entwickelte sich ursprünglich aus der familiären Stammesgemeinschaft heraus zu weltweit existierenden Religionen.

Die Zahl der Religionen, die sich in unserer Geschichte herausgebildet haben, ist unübersichtlich groß. Allen gemeinsam ist jedoch, dass ihnen mindestens ein Gott, oft auch mehrere Götter, als Leitbilder vorstehen. Ihm oder ihnen wird zugeschrieben, die Menschen und alles was ist, erschaffen zu haben, uns zu lenken und zu leiten. Wenn wir die Gebote des Gottes/der Götter befolgen, werden wir belohnt, ansonsten bestraft – einerseits bereits zu Lebzeiten, andererseits nach dem Tod oder nach der Wiedergeburt. 

Die Menschen sehen zu ihrem Gott/ihren Göttern auf und schreiben ihnen Allmacht und Allwissen zu. Um ihren Gott/ihre Götter gnädig zu stimmen und ihr Schicksal wohlwollend zu beeinflussen, werden Opfer dargeboten. Der Gott/die Götter werden angerufen und um Hilfe gebeten. 

Dieses Muster zieht sich durch alle Epochen und alle Gemeinschaften. Haben sich auch die Religionen verändert, abgespalten oder neue gebildet, das Gebet an Gott ist ihnen allen gleich. Es muss also ein grundlegendes Bedürfnis von uns Menschen sein, die Verantwortung für das eigene Leben an eine höhere Wesenheit abzugeben, sich dieser zu unterwerfen und auf deren Wohlwollen durch Opfergaben und Gebete zu hoffen.

Gebete funktionieren tatsächlich

Es kommt dabei nicht darauf an, der „richtigen“ Religion anzugehören oder an den „richtigen“ Gott zu glauben. 

Es ist nur wichtig, dass wir überhaupt an das glauben, was wir anbeten. 

Manch einer glaubt an den christlichen Gott, manch einer an Allah und wieder andere glauben an das Universum oder Manitu. Meiner Meinung nach kann und darf man niemanden wegen seines Glaubens bevormunden und ihm vorschreiben, an wen oder was er zu glauben hat. 

Man kann Glauben nicht befehlen. 

Bei vielen ändert sich der Glaube auch im Laufe des Lebens. Das ist jedem seine Sache. 

Wie bete ich richtig?

Weil es ein so wichtiger Bestandteil des Glaubens ist, möchte ich das Gebet einmal näher unter die Lupe nehmen und zeigen, auf welchen Prinzipien es fußt und wie jeder es für sich nutzen kann. Für die verschiedenen höheren Mächte benutze ich zur Verallgemeinerung den Namen Gott. Hier kann sich jeder seinen ganz eigenen Namen einsetzen.

Das Gebet kann man in vier Schritte untergliedern.

Schritt 1: Die Adresse benennen

Schritt 2: Die Begrüßung

Schritt 3: Die Bitte äußern

Schritt 4: Die Verabschiedung

Schritt 1: Die Adresse benennen

Du willst sicherstellen, dass dein Gebet auch erhört wird, dann stelle zuerst eine mentale Verbindung zwischen dir und deinem Gott her, so als wenn du Gott mit dem Telefon anrufen willst. 

Du tippst die Nummer von Gott ein – sprich, du ziehst dich in dein Inneres zurück und denkst an Gott. Du schwingst dich auf seine Frequenz ein. Viele nehmen dazu eine bestimmte Haltung ein. Sie knien nieder, falten die Hände, senken den Kopf oder richten ihren Blick gen Himmel – eine bittende Geste also. 

Man betet zu Gott, also man bittet Gott um etwas. Der Sinn dieser Vorbereitungen ist einfach, sich auf Gott zu konzentrieren und alles andere beiseite zu lassen, sozusagen einen Draht zu Gott aufbauen. Das ist sehr wichtig für den Erfolg des Gebets. Dafür sollte man sich auch Zeit lassen, besonders wenn man noch nie oder nur selten gebetet hat. 

Wenn du Gott deine Bitte ohne Vorwarnung entgegen schleuderst, bekommt er das mit hoher Wahrscheinlichkeit gar nicht mit. Du sprichst in den Hörer, ohne die Nummer gewählt zu haben und ohne abzuwarten, ob Gott rangegangen ist. 

Das kann nichts werden. 

Also deshalb, wenn du eine Bitte an Gott richten willst, nimm dir Zeit für die Vorbereitungen.

 – Nutze einen ruhigen Moment

– Zieh deine Aufmerksamkeit in dein Inneres zurück.

– Atme mehrmals tief und ruhig ein und aus, entspanne dich.

– Denke an Gott mit Liebe und Hingabe.

Sehr gut. 

Die Nummer ist eingetippt, der Höher ist abgehoben, jetzt begrüßen wir Gott.

Schritt 2: Die Begrüßung

Als nächstes wird Gott begrüßt, also „Hallo“ gesagt. Dabei verwendest du positive Formulierungen für die Eigenschaften, die Gott deiner Meinung nach hat. Du kannst ihn auch loben, für das was er tut oder tun soll.

Zum Beispiel so: „Gott der du bist im Himmel, dein Reich komme, dein Wille geschehe. Wie im Himmel, so auf Erden.“ 

Oder anderes Beispiel: „Gott ich preise dich, der du mir inne wohnst und mich führst und beschützt auf allen meinen Wegen.“

Dieses „Hallo“ ist aber nicht festgeschrieben, du kannst das so sagen, wie es für dich passt. Am besten, du denkst dir vorher schon mal eine schöne Formulierung aus.

Das was du zu Gott sagst, muss für dich persönlich richtig und gut klingen. Das ist wichtig. Du musst an das glauben, was du sagst. Dies ist die Aufforderung an Gott, dir zuzuhören. Und er wird dir besser zuhören, wenn du ihm positive Dinge sagst. Das ist wie im wahren Leben. Wenn man von jemanden etwas will, streicht man ihm vorher um den Bart. Das steigert seine Motivation, deine Bitten zu erfüllen.

Also wir hatten jetzt: Adresse benennen und Begrüßung. Jetzt kommen wir zu unserem eigentlichen Anliegen. Die Bitte äußern.

Schritt 3: Die Bitte äußern

Jetzt, da du die Aufmerksamkeit von Gott hast, kannst du mit deinem eigentlichen Gebet beginnen. Du bittest um etwas, was dir am Herzen liegt. Je stärker deine Emotion dabei ist, desto eindrucksvoller wird dein Gebet sein. Und was immer es ist, formuliere es positiv. 

Also zum Beispiel: „Lieber Gott, lass mich ein guter Mensch sein.“ 

Falsch wäre: „Lieber Gott, lass mich kein schlechter Mensch sein.“ 

Warum das zweite Gebet falsch sein soll, will ich dir sagen. Dies beruht auf der Annahme, dass Verneinungen und Negierungen und die Worte kein, nicht usw. nicht übermittelt werden können. Also aus „kein“ wird „ein“, das Wörtchen „nicht“ wird gestrichen. Und so würde dein schönes Gebet genau ins Gegenteil verkehrt. 

Deshalb ist es wichtig, positive Formulierungen zu wählen. 

Ebenso fatal für deine Bitte wäre, wenn du sie als Mangel an Gott übermitteln würdest. 

Falsch wäre: „Lieber Gott, ich brauche dringend Geld.“ 

Dann würde dich Gott vielleicht in die Situation versetzen, dringend Geld zu brauchen. Er würde dir daraufhin nicht das Geld zukommen lassen, was du dir eigentlich erhoffst, er würde dein Gebet so verstehen, dass du in eine Situation kommen möchtest, in der du dringend Geld brauchst.

Aber wieso versteht Gott deine Bitte falsch? 

Weil Gott nicht schlussfolgern kann. Er kann nicht von einer Aussage auf eine andere schließen. Also wenn du sagst, du brauchst dringend Geld, dann schlussfolgert Gott nicht automatisch, er soll dir welches zukommen lassen. Er wird sich das nicht selbst zusammenreimen. 

Und deswegen, formuliere deinen Wunsch klar und präzise, sodass gar nicht erst Missverständnisse entstehen können. 

Richtig wäre: „Lieber Gott, lass mich immer genug Geld besitzen.“, 

oder „Lieber Gott, danke dass du mich in Fülle leben lässt.“ 

Die letzte Aussage setzt schon voraus, dass du in der Fülle lebst, so als wäre deine Bitte schon Wirklichkeit geworden. 

Diese Art der Formulierung sollte deine erste Wahl darstellen. 

Denn es ist so, wenn dein Wunsch in deiner Vorstellung bereits erfüllt ist, schwingst du auch mental auf dieser Frequenz. Du lässt also an der Erfüllung deines Wunsches keinen Zweifel aufkommen. 

Das ist sehr wichtig. 

Wenn Gott aus deinem Gebet heraushört, du bist dir nicht sicher, dass er dir deinen Wunsch erfüllen wird, dann ist es wirklich nicht sicher. 

Du musst deinen Wunsch im Glauben an hundertprozentige Erfüllung formulieren. Und so ist es am besten, wenn du ihn als schon erfüllt darstellst. Tu so, als wäre dein Wunsch schon Wirklichkeit geworden, fühle schon so, freue dich schon darüber.

Ja ich weiß, das ist schwer. Das muss man üben. 

Zum Beispiel, wenn du Multimillionär werden willst, aber du hast einen Job, wo du nur wenig verdienst. Dann ist die Vorstellung, einmal so viel Geld zu besitzen, für dich Blödsinn. Weil du mit deinem Gehalt nie Multimillionär werden kannst. Aber wenn du es dir nicht vorstellen kannst, kann Gott es auch nicht. 

Also bringe ihn dazu, es sich vorstellen zu können und dich Multimillionär werden zu lassen. Und wer sagt denn, dass er dir das Geld durch diesen Job geben soll? Niemand sagt das. Überlass Gott die Art und Weise der Erfüllung deiner Bitte. Das ist sein Job. Darüber musst und sollst du dir keine Gedanken machen. Bleib für alles offen.

Merke: Gott kann dir nur das geben, was du dir vorstellen kannst. 

Also „Hilf dir selbst, so hilft dir Gott.“ 

Das bedeutet, stell dir vor, schon Multimillionär zu sein. Male es dir bildlich aus. Schließe deine Augen und sieh dich als Multimillionär durchs Leben gehen. Dann bekommst du allmählich ein Gefühl dafür, dann kannst du es dir langsam vorstellen. Das geht bei den meisten nicht von jetzt auf gleich. Das dauert seine Zeit. Das musst du dir immer wieder, am besten mehrmals täglich, vergegenwärtigen. 

Dieses Hochgefühl – und Gefühle sind dabei sehr wichtig – wenn du dir vorstellst, bereits das zu sein oder jenes zu haben, was du möchtest.

Also, wenn du Gott um etwas bittest und du bekommst es nicht sofort und auch nicht demnächst, dann frage dich, ob du es dir überhaupt vorstellen kannst.

Bist du in deiner Vorstellung schon Multimillionär? Weißt du schon, wie es sich anfühlt? Hast du schon dieses Hochgefühl?

Was ich damit sagen will ist, die Erfüllung deiner Gebete kann eine Weile dauern. Du musst dein Gebet wahrscheinlich öfter wiederholen. Aber gib nicht auf. Gib am besten niemals auf. Glaube an dich und deinen Erfolg.

Gut, es ist vollbracht. Wir haben die Adresse eingetippt, den Hörer abgenommen und „Hallo“ gesagt. Jetzt haben wir unsere Bitte an Gott übermittelt. Es folgt nun der letzte Schritt, die Verabschiedung.

Schritt 4: Die Verabschiedung

Es wäre unhöflich, nach der Übermittlung unserer Bitte an Gott einfach den Hörer aufzulegen und zur Tagesordnung überzugehen. Gott hat auch eine anständige Verabschiedung verdient. Dann weiß er, dass wir fertig sind und kann sich an die Verwirklichung unserer Wünsche machen.

Du kannst natürlich einfach „Amen“ sagen oder „So sei es“ oder was du willst. 

Du kannst dich aber auch vorher noch bei Gott bedanken. Das ist die höfliche Variante. Du dankst Gott für alles und verabschiedest dich.

Zum Beispiel: „Gott, ich danke dir für alles. Amen.“

Oder: „Vielen Dank, dass du meine Bitte erhörst. So sei es.“

Du hast also gebetet und dabei folgende 4 Schritte beachtet.

 

Schritt 1: Die Adresse benennen

Schritt 2: Die Begrüßung

Schritt 3: Die Bitte äußern

Schritt 4: Die Verabschiedung

 

Sehr gut. Wenn du dein Gebet jetzt noch regelmäßig wiederholst, stehen die Chancen gut, dass du bekommst, worum du bittest.

  

Willst du mehr erfahren, dann lies hier:

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Teile mir gerne deine Erfahrungen mit. Wie betest du? Was denkst du über das Beten? Hilft es dir?

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